Bürgerinitiative Pro Fuchs Deutschland e.V.®  
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... denn er fühlt wie Du den Schmerz

 

An alle Jagdkritiker in Niedersachsen und Wildtierfreunde deutschlandweit!

 

Im Januar 2022 soll in Niedersachsen ein geändertes Jagdgesetz verabschiedet werden.

Es wird NOCH SCHLIMMER für unsere Wildtiere.

Niedersachsens Jäger wollen die TOTALE JAGD - 24 Stunden!

Unter diesem Link findet ihr den Gesetzesentwurf:


Jagdgesetz Änderung Niedersachsen



  1. die Fallenjagd soll rechtlich sicherer werden, auch wenn geschützte Wildtiere gefangen und z.T. auch getötet werden - die Jäger haben Angst vor unseren Anzeigen und wollen von der Regierung Straffreiheit (Seite 29/30)
  2. Ab April 2022 soll die Nachtjagd mit Nachtzieltechnik erweitert werden - nicht nur auf Wildschweine, sondern auch auf Füchse und anderes, den Jäger störendes, „Raubwild“! Seite 30: „Mit der Regelung wird das nur noch jagdrechtlich bestehende Verbot des Einsatzes von Nachtzielgeräten, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schusswaffen bestimmt sind, auch jagdrechtlich erlaubt. Es wird als sinnvoll erachtet (Anmerkung: Beweise für Notwendigkeit sind nicht vorhanden), die Technik für weitere Wildarten freizugeben. Damit verbunden soll keinesfalls eine Öffnung der Nachtjagd auf andere Schalen-wildarten als Schwarzwild sein. Jedoch soll die überwiegend nächtliche Nutzung für anderes Raubwild sowie Neozoen genutzt werden können, z. B. für Arten wie Nutria, Fuchs oder Waschbär.“

Wir bitten euch um Folgendes: 

1. Schreibt die Abgeordneten der Wahlkreise in Niedersachsen an. Unter diesem Link findet ihr die Abgeordneten der einzelnen Wahlkreise:


Wahlkreise Niedersachsen


2. Schreibt die Petitions-/ Beschwerdestelle des Landtags Niedersachsen an. Dies ist auch als Einzel(Individual) - Beschwerde möglich. Unter diesem Link findet ihr die Adresse:


Petitions/Beschwerdestelle Landtag Niedersachsen


3. Schreibt die Landtags Präsidentin Frau Dr. Gabriele Andrea an und sendet eure Beschwerde ebenfalls an sie. Unter diesem Link findet ihr die Adresse:


Präsidentin des Niedersächsischen Landtags


Bittet sie (freundlich), unseren Wildtieren ENDLICH mehr Schutz zu gewähren und die einzige Rückzugsmöglichkeit - die Nacht - zu erhalten.

Bittet die Abgeordneten der Wahlkreise GEGEN dieses Gesetz zu stimmen.

Es bedarf etlicher Verbesserungen für die Wildtiere und nicht die Erlaubnis eines 24stündigen Krieges gegen sie.  


Bitte werdet laut!

Bitte helft unseren Wildtieren!!

Wir haben die Macht dazu - aber der Druck muss größer werden!!!



Hier eine Textidee für ein Anschreiben an die Abgeordneten:

Sehr geehrte...,

der niedersächsische der Landtag wird Januar 2022 über die Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes entscheiden.

Ich bin entsetzt, dass nun auch der Einsatz von Nachtsicht- und Nachtzieltechnik beim Abschuss von Raubtieren, wie z.B. den Fuchs (§ 24 Abs.4 NJagdG) gesetzlich verankert werden soll.

Der Abschuß von Wildschweinen per Nachtzieltechnik ist im Bundesjagdgesetz erlaubt worden und schon schlimm genug, so soll wohl die Chance genutzt werden, eine 24 Stunden „TOTALE JAGD“ auch auf Raubwild wie z.B. Fuchs, Waschbär, Marderhund, Mink, Nutria und Rabenkrähe zu erlauben - ohne dafür überhaupt eine Begründung zu haben; es wird lediglich als „sinnvoll erachtet“.

In der Begründung zur Änderung des Nds. Jagdgesetzes steht lediglich:

„Zu Buchstabe b (Gesetzesbegründung)

Mit der Regelung wird das nur noch jagdrechtlich bestehende Verbot des Einsatzes von Nachtzielgeräten, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schusswaffen bestimmt sind, auch jagdrechtlich erlaubt. Es wird als sinnvoll erachtet, die Technik für weitere Wildarten freizugeben. Damit verbunden soll keinesfalls eine Öffnung der Nachtjagd auf andere Schalenwildarten als Schwarzwild sein. Jedoch soll die überwiegend nächtliche Nutzung für anderes Raubwild sowie Neozoen genutzt werden können, z. B. für Arten wie Nutria, Fuchs oder Waschbär."

Tatsächlich wird durch den Einsatz von Nachtzielgeräten bei der Jagd auf Schwarzwild und auf andere, invasive und einheimische Arten, das Wild unnötig beunruhigt, denn die Nacht wird ganzjährig zum Tag gemacht. Dadurch wird den Tieren – auch z.B. dem Rehwild oder nicht jagdbaren Arten – ein letzter Rückzugsraum genommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass durch diese Maßnahme weiterem Verbiss von jungen Pflanzen Vorschub geleistet wird, also genau das, was durch die Intensivierung der Jagd eigentlich vermieden werden sollte. Selbst unter Jägern ist der Einsatz von Nachtzielgeräten umstritten: Der Bayerische Jagdverband lehnt ihn z.B. grundsätzlich ab: Es sei nicht waidgerecht, entspreche also nicht den ethischen und sittlichen Maßstäben von Jägern. In der Nacht müsse man das Wildschwein in Ruhe lassen. Würde man es rund um die Uhr bejagen, würde man die Tiere zu Ungeziefer degradieren, das man ausrotten müsse.

Anmerkung: Gerne könnt ihr auch auf die bewiesene Tierqual bei der Fallenjagd Bezug nehmen. Informationen findet ihr hier unter dem Button "Infos über Füchse" und unter dem Unterbutton "Ist Fuchsjagd grausam?" ...

Die Deutsche juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. hat zur Jagd Stellung bezogen und wichtige zu bedenkende Punkte angesprochen, welche bei der Novellierung des niedersächsischen Jagdgesetzes sicherlich hilfreich sind (bitte den Link einfügen):


DJGT


Ich bitte Sie um Ihre Stimme gegen die Nachtsicht- und Nachtzieltechnik in der Jagd und um Ihre Stimme zum Schutz der Wildtiere und vor allem der Beutegreifer, die einen wichtigen Beitrag für Artenvielfalt und funktionierende ökologische Systeme leisten.

Es ist auch zu bedenken, dass die Jagd auf Füchse sehr umstritten ist und fuchsjagdfreie Gebiete wie Luxemburg oder auch 11 der 16 deutschen Nationalparks zeigen, dass Fuchsjagd unnötig ist.

Und wußten Sie, dass 70% der deutschen Bevölkerung die Fuchsjagd ablehnt?

Eine repräsentative Umfrage des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (siehe Anhang) zeigt dies!


Umfrage1.pdf (1.4MB)
Umfrage1.pdf (1.4MB)