Bürgerinitiative Pro Fuchs Deutschland e.V.®  
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... denn er fühlt wie Du den Schmerz

 

Käseglocken-Naturschutz, Speziesismus und Artenschutz Widersprüche am Dümmer See


Naturschutzgebiet mit Grausamkeiten an unseren heimischen Wildtieren

Der Dümmer See


  • Dümmer See Natur
  • Dümmer See Natur


Ein Teil davon ist sehr schön; viel Interessantes ist zu entdecken – jedoch finden dort Grausamkeiten unvorstellbaren Außmaßes an Wildtieren statt … 

Am 10. Juli 2021 haben wir dagegen am Dümmer See protestiert! 


In einem Schutzgebiet, wo sich laut Aussage der Unteren Naturschutzbehörde „Alle Tiere und Pflanzen, und nicht nur die bedrohten Arten ungestört entwickeln sollen“  wird intensive Fallenjagd betrieben und massiv in natürliche Abläufe eingegriffen. 
















Naturschutzgebiete sollten allen Arten von Wildtieren ein durch Menschen ungestörtes Leben ermöglichen - dies wird am Dümmer See den Touristen auch so vermittelt.

Echte Naturschutzgebiete sollten von jagdlichen Eingriffen freigehalten werden, denn das ist Sinn eines Naturschutzgebietes. 

Menschliche massive Eingriffe bei Beutegreifern und anderen Wildtieren führen zu nachteiligen Entwicklungen in der Natur und Artenwelt, auch in Vogelschutzgebieten.

Dr. Marcel Holy, Mitarbeiter in der Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V. sieht das  Prädatorenmanagement als feste Säule des Wiesenvogelschutzes in Niedersachsen.

Laut seinen Aussagen wurde ein Gebiet am Dümmer See ausgesucht, in welchem Prädatoren wie der Fuchs stark bejagt wurden und ein anderes Gebiet, in welchem die Prädatorenjagd eine Zeit lang eingestellt wurde. Laut seinen Aussagen blieb die Zahl der Limikolen im unbejagten Gebiet stabil und stieg im bejagten Gebiet leicht an. Also wurde entschieden: Die Füchse werden im gesamten Gebiet am Dümmer See massiv bejagt.

Sind die Gebiete nun wirklich "Vergleichsgebiete" ?

1. Das bejagte Ochsenmoor wird wohl aufgrund seiner lang anhaltenden Wasserflächen und offeneren Struktur mehr Arten anziehen.

2. Zu einem Vergleich gehört die Bewirtschaftung, Struktur, Bejagungsintensität der Umgebung. Über solche Vergleiche konnten wir nichts in Erfahrung bringen.

3. Ein Vergleichsgebiet sollte sich in der Struktur erst einmal einpendeln, 5 Jahre sagt man beim Fuchs, da ständige Zuwächse, die logischerweise auch aus der Sogwirkung des direkt anschließenden bejagten Ochsenmoor erfolgen, wohl keinen echten Vergleich zulassen. Natürlich werden viele Füchse in unbejagte Gebiete abwandern.

4. Um einen wirklich sinnvollen Vergleich anstellen zu können, sollten die Gebiete wirklich getrennt sein und das jagdfreie Gebiet auch außerhalb unbejagt sein - und sich nicht einem bejagten Gebiet anschließen. Außerdem können erst Langzeitstudien mit mindestens mehreren Jahre Forschung klare Hinweise geben. Leider fanden wir darüber keine Informationen  ...

5. Wir können uns außerdem kaum vorstellen, dass in unterschiedlichen Gebieten die gleiche Anzahl Kiebitze vorhanden sind. Kiebitzbeobachter wissen, wie oft diese ihre Standorte wechseln, jährlich oder auch nach zerstörtem Erstgelege – und das nicht auf der Wiese daneben, sondern durchaus wenige Kilometer entfernt sein kann, wenn die Umgebung besser passt. Selbst, wenn man ein Gelege vom Schlupf bis zum Flug täglich begleitet, wechseln die Kiebitze ihre Umgebung. Dann kommen Zusammenschlüsse erst in kleinerer, dann in größerer Gruppe, bis sie sich weitläufig sammeln und dann irgendwann Richtung Süden abfliegen. 

„Vergleichsgebiete“ ??? Das lässt doch erhebliche Zweifel aufkommen ...


Folgen massiver Eingriffe bei Beutegreifern

Bei all unseren Besuchen sahen wir verletzte Vögel, überfahrene und zahllose Kadaver auf der Straße und in den Gebieten des Ochsenmoores, dessen Flächen man gut einsehen konnte. Ein idealer Ort, wo Krankheiten weitergetragen werden. 

Auch die in der Nähe (Emsland) wütende Vogelgrippe mit gleichzeitg weggetöteten Aasfressern lassen einen entsetzt aufblicken. 


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Die Straße, mit Tempo 70 am Ochsenmoor befahrbar, ist regelmäßig mit verunfallten Vögeln und Hasen erlebbar. Und lange nicht alle fahren dort 70 h/km ...

Die Einbahnstraße durch das Brutgebiet Ochsenmoor wird teilweise mit hohem Tempo befahren – auch gibt es Autofahrer, die von Hüde kommend die Einbahnstraße mißachten. Das führt sicherlich zu Opferzahlen, besonders wenn auf die Randstreifen ausgewichen wird ...















verletzter Kiebitz ...






Man sagte uns, dass in der Hochphase der Kükenaufzucht die Menschenmassen beim Aufziehen stören würden. Und Touristenmagnete sind weitere geplant …  https://www.weser-kurier.de/niedersachsen/riesen-ferien-resort-am-duemmer-geplant-doc7e3y135t1tc7kkzsf5b

 

Uns ist am Parkplatz im Brutgebiet Ochsenmoor Ende Juli ein Kiebitzpaar begegnet, was versuchte das ca. 1-2 Wochen alte Küken von der linken auf die rechte Seite zu locken. Es lief verwirrt auf der Straße herum, es wurde dunkel, Autos fuhren. Das Junge kam nicht über den Graben und wir vermuten, dass wird einigen anderen auch nicht gelungen sein. Hier erfolgte eine 2. Brut wo zu diesem Zeitpunkt nur ein Küken überlebte. Wo gibt es Brücken und Möglichkeiten, dass Jungvögel auf die geeignetere Seite überwechseln können ???




Umgebungsbetrachtung der Nachbarreviere

Wir suchen immer noch das "überbordende" „geschützte“ Niederwild wie Rebhuhn, Fasan und Feldhase ... Trotz massenhafter Fuchstötungen - Stille in den gemähten Wiesen …

Wenn wir uns die aktuelle Jagdstrecke der Jägerschaft Diepholz anschauen, ist es wohl auch kein Wunder, denn die Jäger töten gerne selbst die Wildtiere, welche sie vorgeben zu schützen ... Und die Niederwildjagd auf Fasan, Feldhase, Wildkaninchen, z.T. Rebhuhn und Co. ist am Dümmer See weder eingeschränkt noch ganz verboten ...

Jagdstrecke 2019/ 2020 von Niederwild im LK Diepholz:

Feldhasen: 2.080 getötet / Wildkaninchen: 502 erschossen / Rebhühner: 8 getötet / Fasan: 1.631 getötet

Fasane und z.T. auch Rebhühner werden gerne von der Jägerschaft in Niederwildreviere ausgesetzt, um den "Jagdspaß" zu erhöhen. D.h. massive Faunenverfälschung ist sehr oft an der Tagesordnung ...

Die Fuchsjagdstrecken sind in den letzten 20 Jahren trotz seit Jahren bestehender Fuchshetzkampagnen und massiven Bejagungen um tendenziell -40 % gesunken. Wäre der generalistische Fuchs jetzt ein Bodenbrüter, würde man Alarm schlagen. Dass man weder dem Fuchs, noch der Natur, noch der Umgebung herum einen Gefallen tut, weil eben diese Fuchsjagd viele massiv schädigende Einflüsse hat, ist längst hinlänglich bekannt …

Werden Füchse massiv bejagt, gleichen sie die Verluste durch erhöhte Gehecke (Nachkommen, Welpen) aus. Mitversorger einer Fuchsfamilie (Fuchsrüde, nicht abgewanderte Jungtiere des Vorjahres) fehlen meistens, da diese getötet wurden. Also muss die Fähe (Fuchsmutter), wenn sie denn überlebt, zusehen, wie sie die große Anzahl an Welpen satt bekommt - heißt, sie sucht selbstverständlich leicht zu erreichende Nahrung und wird so in sensiblen Gebieten schwieriger zu händeln

Die Jägerschaft schafft also durch die massive Fuchsjagd die Probleme, welche sie zu bekämpfen vorgibt!!!

Auch in einem Limikolengebiet leben Eier- und Kükenfressende Gegenspieler – Störche, Reiher, Igel, Marder, Wiesel und und und … Niemals in der Vorgeschichte der Intensivierung der Landwirtschaft war das jemals ein Problem … 


Noch so eine Logik der Fuchsjagd: Erst schießt man alle Füchse weg, dann stellt man Metallfüchse auf, um Gänse und Schwäne von Feldern fernzuhalten …  https://duemmer-natur-blog.de/fuchs-du-hast-die-gans-gestohlen








Aussetzung/Ansiedlung von Beutegreifern in Schutzgebieten   

Noch verwunderter waren wir, als wir bei Recherchen erfahren mussten, dass im Gebiet des Dümmer Sees der Fischotter gefördert und dessen Vermehrung sogar begrüßt wird. Das Beutespektrum dieses für unsere Verhältnisse großen Raubsäugers enthält nicht nur Fische, sondern bedrohte Reptilien, Amphibien, Gelege, Küken und ausgewachsene Vögel.

Uns begegneten tatsächlich 3 Jungtiere gegen 20 Uhr, welche von der rechten Seite (Brutgebiet) auf die Linke überwechselten – ein Grund, warum wir auf den Fischotter überhaupt aufmerksam wurden.  https://duemmer-natur-blog.de/unser-fischotterprojekt

Im ca. 60 km Luftlinie entfernten Steinhuder Meer, wurden seit 2010 130(!) Nerze ausgewildert, welche sich zwischenzeitlich auch vermehrten und logischerweise ausbreiten. Ob diese bereits am Dümmer See angekommen sind, wissen wir nicht.

Desweiteren erfuhren wir, dass auch am Dümmer See der europäische Nerz ausgewildert werden soll oder sogar schon ist:  https://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-spezial/wissen/eu-stiftung-zaehlt-tierarten-in-europa_aid-46522651  Zum Beutespektrum des europäischen Nerzes gehören u.a. VÖGEL!

Saarbrücker Zeitung vom 15.10.2019

Wir finden es äußerst fragwürdig zu einer Zeit, in der die Amphibien-, Reptilien- Limikolen und Bodenbrüter angeblich soweit am Boden sind, dass „jedes Küken zählt“ gleichzeitig im höchsten Maße beutegreifende Arten bewusst angesiedelt und mit Unterstützung vermehrt werden, während man der Bevölkerung etwas von „explodierenden Beständen“ erzählt, die „zum Artenschutz reguliert werden müssten“ – wie die Füchse. Wir haben mehrfach versucht, vom Artenschutz darauf eine Antwort zu bekommen, vergebens ...   https://www.euronerz.de/Navigation/Wiederansiedlung-Steinhuder-Meer.htm

In den Screenshots sind weitere Erklärungen, warum der Mink als Neozon von der Jägerschaft massiv bekämpft wird. Der europäische Nerz besetzt die gleiche ökologische Nische wie der Mink, wird aber in sensiblen Gebieten des Dümmer See ausgesetzt???

Der Fischotter, der ebenfalls ökologische Nischen der Nerze besetzt und aufgrund seiner Größe diese verdrängt, wird dann gleichfalls in sensible Gebiete ausgesetzt ...

Das kann man nur als "den Wahnsinn am Dümmer See" bezeichnen ...





Hauptsache die Gelder der EU für Artenschutz fließen und die Jägerschaft kann Artenschutz heucheln und sich die Fallen von unseren Steuergeldern bezahlen lassen.


Wir finden es sehr bedenklich, wenn Naturschutzgebiete das alles unterstützen.  

Weiter finden wir es sehr fragwürdig, dass offenbar nur Augenmerk auf wenige Leitarten gelegt wird, während andere Arten - auch in Deutschland - schon unbemerkt verschwanden, erst regional, z. B. einst flächendeckende Allerweltsarten wie Iltis, Dachs, Baummarder …  und dann vor dem "Artenaus" stehend, wie der einst stark aus Artenschutz (Gelegefresser) und Landwirtschaftsplage verfolgte Feldhamster ... 

Artenschutz = Lebensraumbewahrung

Fuchsjagd ist kein Artenschutz sondern purer Jagdlobbyismus um die grausame Fallenjagd zu erhalten und von den eigentlichen – auch jagdlichen – Problemen abzulenken!!!

Wer werden nicht aufgeben, auf diese Ungeheuerlichkeiten hinzuweisen und die Verantwortlichen unter Druck zu setzen!!!